Stand der Spezifikation
| OECD-Schema | CARF XML Schema, User Guide in der Fassung vom Juli 2025 (v1.5). Das ist die Grundlage, gegen die unser Validator prüft. |
| Deutsche Datensatzbeschreibung | Veröffentlicht. Stand 17.11.2025, 35 Seiten, abgerufen 11.10.2026. Beschreibt den DIP-Umschlag (Digitaler Posteingang, Version 2.0) um die CARF-Nutzdaten nach OECD-Schema v1.5 und die Korrekturmeldung über die CorrMessageRefId. Unser Validator prüft seit dem 14.10.2026 Nutzdaten und DIP-Umschlag. |
| Abgabeverfahren | Veröffentlicht. Registrierung über ein Zertifikat des BOP (BZSt-Online-Portal) oder von ELSTER, einmaliger Antrag auf Freischaltung der DIP-Massendatenschnittstelle; Kommunikationshandbuch Version 1.0, Stand Juni 2026. |
| Überwachung | Wir prüfen die Primärquellen automatisiert auf Änderungen (OECD-Schema, BZSt). Ändert sich etwas, ändern wir diese Seite und schreiben dazu, was sich geändert hat. |
Zwei Fragen, kurz beantwortet
Bis wann müssen Krypto-Dienstleister in Deutschland erstmals melden?
Bis zum 31. Juli 2027, für den Meldezeitraum 2026, ausschließlich elektronisch als CARF-XML an das Bundeszentralamt für Steuern.
Gibt es einen Formular-Weg statt XML?
Nein. Gemeldet wird ausschließlich elektronisch als CARF-XML, über die DIP-Massendatenschnittstelle oder den Portal-Upload. Die deutsche Datensatzbeschreibung (Stand 17.11.2025) ist veröffentlicht und legt den DIP-Umschlag um die CARF-Nutzdaten fest.
Was vorher erledigt sein muss
Die Datei ist der Schlusspunkt. Die Arbeit davor beginnt Monate früher, in der Reihenfolge, in der sie im Betrieb tatsächlich anfällt:
1. Registrierung beim BZSt. Seit 13.05.2026 offen für Kryptowerte-Betreiber. Wer registriert ist, ist namentlich bekannt, was die Vollzugslage gegenüber DAC7 verändert.
2. Selbstauskünfte einholen. Hier gehen die meisten Stunden hin, verteilt über das ganze Jahr. Ansässigkeit und Steueridentifikationsnummer (TIN) je Nutzer, plus die Nachverfolgung der Lücken.
3. Datenqualität prüfen. Fehlende TINs sind der häufigste Mangel. Sie fallen im Juli 2027 auf, wenn sie nicht vorher auffallen.
4. Transaktionsdaten zusammenführen. Erwerbe, Veräußerungen, Transfers je Nutzer und Kryptowert, aggregiert nach den Vorgaben, aus den Systemen, in denen sie tatsächlich liegen.
5. XML strukturell prüfen. Vor der Abgabe, nicht danach. Was das BZSt zurückweist, ist nicht gemeldet. Unser Validator prüft kostenlos im Browser.
6. Korrekturzyklus planen. Daten ändern sich nach der Abgabe, und Korrekturen laufen als eigene Nachrichtenart mit eigenen Regeln, mit Bezug auf die Lieferung, die das BZSt tatsächlich hält.
Wen das betrifft
Die 100 in Deutschland nach MiCAR zugelassenen Krypto-Dienstleister, die wir im CASP-Register einzeln führen, sind ein großer Teil der Adressaten, aber nicht alle. Die Richtlinie (EU) 2023/2226 erfasst ausdrücklich auch Kryptowerte-Betreiber ohne MiCAR-Zulassung, die in einem Mitgliedstaat ansässig, gegründet, verwaltet oder geschäftlich tätig sind. Die Registerzahl ist damit eine Untergrenze.
Wenn Sie den Stand Ihrer Vorbereitung abgleichen wollen: zwei Zeilen genügen.
Rechtsgrundlagen: Richtlinie (EU) 2023/2226 (DAC8), Kryptowerte-Steuertransparenzgesetz (KStTG), OECD Crypto-Asset Reporting Framework XML Schema (Fassung Juli 2025). Bußgelder bis 50.000 EUR je Verstoß nach § 18 Abs. 2 KStTG. Die Tagesangaben auf dieser Seite werden täglich neu berechnet. Diese Seite ist keine Rechts- oder Steuerberatung.